Wenn die Wunde verheilt ist, schmerzt die Narbe

Trauma, Traumadynamik und Trauma-Genesung

Zweitägiges Seminar mit Alexander Korittko

Termin

08.-09. März 2018

Ort

Fürbringerstr. 6, 10961 Berlin

Seminarzeiten
 

Do.13:00 – 20:00 Uhr
Fr. 10:00 – 17:00 Uhr

Zielgruppe

 

Das zweitägige Seminar richtet sich an Fachkräfte, die
sich praxisnah Handlungskompetenzen für die Arbeit
mit traumatisierten Menschen aneignen möchten. 
Teilnehmer*innen mit Vorkenntnissen können ihre
Kompetenzen vertiefen und erweitern.

Kosten
 

300,00 €
DGSF-Mitglieder erhalten 10% Skonto

Anmeldung

Link zum Anmeldeformular

Der Traumabegriff ist in aller Munde. Damit nicht unangemessen damit umgegangen wird, ist eine klare Definition von Trauma und Traumadynamik hilfreich. Zusammen mit neueren Erkenntnissen der Bindungstheorie und der Neurobiologie werden im ersten Teil des Seminars die so genannten Trauma-Basics vermittelt.
 

Im zweiten Teil geht es um die Frage, nach welchen Traumata besser Interventionen der Stabilisierung angemessen sind, bevor nach langer Zeit daran gegangen werden kann, sich mit den belastenden Erlebnissen direkt auseinander zu setzen. Viele intensiv Traumatisierte haben einen hohen Gewinn und kommen besser durch den Alltag, wenn sie gelernt haben, mit ihren Affektüberflutungen umzugehen.

Nach traumatischen Ereignissen ist oft das familiäre und soziale Netzwerk am hilfreichsten. Daher wird im dritten Teil vermittelt, wie Eltern und Kinder nach erlittenen Monotraumata von außen (Unfälle, Überfälle, Naturkatastrophen, schwere Erkrankungen) gemeinsam durch eine Phase der Stabilisierung und danach durch die Trauma-Exposition geleitet werden können.

Im vierten Teil lernen die TeilnehmerInnen für die Trauma-Arbeit mit kleinen Kindern die so genannte Trauma-Erzählgeschichte kennen. Anhand von Video-Beispielen wird gezeigt, wie Kinder Hilfe für die Einordnung unverständlicher Erlebnisse bekommen und über die Identifikation mit den Helden dieser Geschichten eigene Gefühle und Körperreaktionen verstehen.

In der Weiterbildung ist viel Raum für Rollenspiele und eigene Fallbeispiele.

Alexander Korittko ist Diplom-Sozialarbeiter und Paar- und Familientherapeut, Systemischer Lehrtherapeut und Lehrsupervisor (DGSF); 37 Jahre in einer kommunalen Jugend- Familien- und Erziehungsberatungsstelle in Hannover tätig gewesen und Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (zptn).

Veröffentlichungen (Auszug):
Korittko, A. (2015): Das erstarrte Mobile. Wenn eine Familie ein Trauma von außen trifft. In: S. Gahleitner, C. Frank u. A. Leitner (Hrsg.): Ein Trauma ist mehr als ein Trauma. Biopsychosoziale Traumakonzepte in Psychotherapie, Beratung, Supervision und Traumapädagogik. Weinheim/Basel (Beltz Juventa), S. 106–117.

Korittko, A. u. K.-H. Pleyer (2016): Traumatischer Stress in der Familie. Systemtherapeutische Lösungswege. Göttingen (Vandenhoeck u. Ruprecht), 5. Aufl.

Korittko, A. (2016) Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Störungen systemisch behandeln. Heidelberg (Carl Auer), mit Vorworten von Gerald Hüther und Dorothea Weinberg.

http://www.alexanderkorittko.de/

Das Seminar wird von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin als Bildungsurlaub anerkannt. 
Anerkennungen als Bildungsurlaub in den Bundesländern: 
Brandenburg
für weitere Bundesländer auf Nachfrage